Geschmack für alle Lebenslagen

Wie ich in Bolivien zweimal nicht bestohlen wurde

21. Februar 2017

Als wir anhalten, wache ich auf. So ist es immer: Schlafen kann ich nur, wenn der Bus in Bewegung ist.

Manchmal blicke ich aus dem Fenster und sehe zu, wie die Welt an mir vorbeizieht, während ich ganz still auf meinem Platz sitze. Dann stellte ich fest, wie befreiend es doch ist, Orte, Menschen und Erinnerung einfach so hinter mir lassen zu können. Stets erst bei der Ankunft fällt mir auf, dass ich nach wie vor derselbe bin. Und ich merke, dass es nie darum ging anzukommen, sondern unterwegs zu sein.

An diesem mürrischen Dienstagmorgen endet die Fahrt viel zu früh. Eisengitter, Asphalt, Glastüren. Busbahnhof. Meine Tiefschlafphase ist um kurz vor sechs vorbei. Ringsum wird hastig das Handgepäck zusammengekramt. Eine nach dem anderen stolpert die Treppe hinunter. Kurzer Blick auf Google Maps: Nur ein Zwischenstopp in Puno. Es ist ja nicht so, als würden auch nur im Reisebus die Stopps angesagt, denke ich. Da ertönt von unten eine genervte Stimme: »Puno, Puno!«

Es geht weiter.

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